Studentische Unternehmensberatung
Statt Praktikant lieber selbst Consultant sein!

Foto: Istockphoto/shironosov
Studentische Unternehmensberatung Oscar

Ein Unternehmen eigenverantwortlich mitführen, und das schon auf der Uni? In studentischen Unternehmensberatungen arbeiten Studierende unter sich und doch auf Augenhöhe mit großen Beratungsfirmen. Das hat auch Dominique Rau überzeugt. Wir haben den BWLer nach seinen Erfahrungen als Mitarbeiter bei der Oscar GmbH in Köln befragt.

Zunächst: Was macht die Oscar genau und wer sind ihre Kunden?

Unsere Kunden sind sowohl DAX-Unternehmen als auch mittelständische Firmen. Unser Leistungsspektrum umfasst die gesamte Bandbreite der kaufmännischen Unternehmensberatung mit Schwerpunkt auf die Bereiche Organisations- und Prozessberatung, Marketing und Vertrieb, Personal, Controlling und Research.

Und was unterscheidet Oscar von privatwirtschaftlichen Beratungen?

Der erste Unterschied ist, dass sich unser Team, egal ob Praktikant oder Geschäftsführer, nur aus Studenten und Absolventen zusammensetzt. Dadurch ist Oscar sehr jung und dynamisch. Auch werden die Teams häufig neu gemischt, was heißt, dass immer wieder neue kreative Köpfe ihre Fähigkeiten im Unternehmen einbringen und jeder Einzelne sich in einem jungen Team schnell weiter entwickeln kann.

Seit wann sind Sie dabei und was machen Sie?

Ich bin seit Februar 2012 mit dabei und werde sechs Monate in der Abteilung Finanzen und Controlling arbeiten. Ich habe mit dem Reporting, Kennzahlen, der Jahresabschlussprüfung und anderen Controlling-Aufgaben zu tun.

Beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag mit den typischen Aufgaben.

Mein Arbeitstag ist sehr vielfältig: Zum einen erstelle ich Reports in Abstimmung mit der Geschäftsführung und berechne Kennzahlen, um zu überprüfen, ob wir mit unseren Zielen im Soll liegen. Zu den weiteren Aufgaben im operativen Tagesgeschäft zählen die Erstellung der Lohnabrechnungen, der Ausgangsrechnungen für die Projekte, die Korrespondenz mit unseren Dienstleistern, die Prüfung der Rechnungen und vieles mehr.

Hilft Ihnen Ihr Praktikum bei Oscar, sich beruflich weiter zu orientieren?

Ja, ich bin mir sicher, dass mich das Engagement enorm weiter bringen wird. Als Vergleich dient mir meine Ausbildung zum Bankkaufmann. Dort konnte ich nicht so eigenständig und eigenverantwortlich arbeiten, wie ich das bei Oscar kann. Ich kann meine eigenen Ideen einbringen, umsetzen und dementsprechend die Prozesse innerhalb des Unternehmens verändern und weiter entwickeln.

Muss man sein Studium unterbrechen, um für einige Monate bei Oscar zu arbeiten?

Ich mache ein Praktikum für sechs Monate und das ist bei mir ein Pflichtpraktikum, das heißt es ist Bestandteil meines Bachelor-Studiums. Aber man kann natürlich auch ein Praktikum in den Semesterferien oder im Anschluss an ein Studium machen. Wir haben zudem häufig kürzere Projekte, und da ist es durchaus möglich, ein Praktikum zu absolvieren ohne das Studium zu unterbrechen.

Würden Sie sagen, dass sich ein Praxissemester lohnt? Oder sollten Studenten lieber bis nach dem Abschluss warten?

Ich würde nicht bis nach dem Abschluss warten, sondern lieber während des Studiums hier arbeiten, am besten noch vor der Bachelorarbeit. So haben Studenten die Möglichkeit, Theorie und Praxis in ihrer Bachelorarbeit zu verbinden und das Gelernte direkt anzuwenden. Meiner Meinung nach ist Praxiserfahrung während des Studiums besser als erst danach, um sich zu orientieren. Grundsätzlich ist praktische Erfahrung aber zu jedem Zeitpunkt sehr wertvoll.

Wenn Studenten also für kurze Zeit Vollzeit bei Oscar einsteigen, erhalten sie dann auch ein Gehalt?

Ja, alle unsere Mitarbeiter – ob in Projekten oder Abteilungen eingesetzt – bekommen ein monatliches Gehalt in Höhe von knapp 900 Euro brutto.

Ist der Einsatz bei Oscar nur für zukünftige Berater aus der BWL interessant?

Die Arbeit bei Oscar ist für jegliche Fachrichtung spannend! Durch die unterschiedliche Ausrichtung unserer Projekte gibt es die verschiedensten Einsatzbereiche für Wirtschaftswissenschaftler, Juristen, Ingenieure, Natur- sowie Geisteswissenschaftler.

Was schätzen Sie besonders an Oscar? Was war bis jetzt Ihr persönliches Highlight?

Das junge Team, in das ich direkt integriert wurde. Ich mag die vielen sehr netten Kollegen, die ich bei Team-Events oder nach der Arbeit gut kennen gelernt habe. Auch die Unternehmenskultur gefällt mir sehr gut: Wir haben viele Weiterbildungsmöglichkeiten, wie z.B. ein Assessment-Center-Training. Und auch wenn man in einer festen Abteilung arbeitet, kann man mal in die anderen Bereiche reinschnuppern und dort mitarbeiten. Mein Highlight ist allerdings vor allem das ganz eigenverantwortliche und praktische Arbeiten in einer Beratungsgesellschaft.

Weitere Informationen über die studentische Unternehmensberatung OSCAR gibt es unter www.oscar.de.

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