Sprichwörter
Großmutters Weisheiten für den Jobeinstieg

Von Björn Thomsen am 12.12.2017 - 09:41 Uhr

Foto: canstockphoto.com / Marietjie
Weisheiten Jobeinstieg: Glückskeks

Omas und Opas sind wahre Fundgruben, wenn es um Sinnsprüche und alte Volksweisheiten geht. Dass hinter manchem Sprichwort praktisches Alltagswissen steckt, verkennen die Jüngeren oft. Dabei könnten sich besonders Berufsanfänger so manch sinnstiftendes Bewerbungswissen aus der Phrasentruhe ziehen.

Viele Wege führen nach Rom

Hatte man bei diesen Worten einst die vielen Verkehrswege zum Vatikan (als das politische Zentrum im Mittelmeerraum) im Sinn, so ist Ihr persönliches Rom möglicherweise der steinige Weg in die erste Anstellung.

Zweifeln Sie nicht daran, dass Sie einen ansprechenden Job finden. Manchmal kann aber der Weg dorthin etwas länger sein. Bleiben sie hartnäckig. Viele renommierte Unternehmen bieten Absolventen auch Praktika an.

Auch ein persönlicher E-Mail-Assistent, der Ihnen automatisch alle passenden Stellenangebote als E-Mail zustellt, soll schon wahre Wunder bewirkt haben. Bleiben Sie am Ball. Manchmal braucht es auch nur Geduld, bis es klappt.

Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird

Der Lieblingsspruch einer jeden Großmutter. Und selbst in Ungarn, Tschechien und Slowenien kennt man diesen Satz. Lassen Sie sich nicht von dem Anschein trügen, Ihnen könnte das Bewerben nicht gelingen. Eine Absage ist noch kein Indiz dafür, dass es mit den nächsten Bewerbungen nicht doch klappt. Vielleicht braucht Ihre Bewerbung nur den nötigen Feinschliff – probieren Sie es gleich selbst.

Aus Schaden wird man klug

Oder: Aus Fehlern lernt man. Sie haben sich im ersten Vorstellungsgespräch zum Affen gemacht? Oder haben gleich am ersten Arbeitstag Ihren Chef mit einem falschen Namen angesprochen?

Dann bewahren Sie die Ruhe. Diese Fehler haben schon Millionen vor Ihnen gemacht. Lernen auch Sie daraus und beugen Sie Fehlern vor, indem Sie sich bestmöglich vorbereiten und lieber einmal mehr nachfragen.

Hunde, die bellen, beißen nicht

Der Mensch sah sich in der Natur großer Gefahren ausgesetzt. Streunende Hunde konnten eine davon sein. Dass Hunde "Ernstkämpfe" selten bellend ankündigen, formte dieses Sprichwort. So kann ein Vorgesetzter, der oft tadelt und droht, berechnender sein, als ein Vorgesetzter, der zu Missständen lange schweigt, aber irgendwann die Bombe platzen lässt. Möglicherweise sind Sie weniger in Gefahr, als Sie vermuten.

Auch wenn Ihre Berufssuche oder Ihr Berufsstart etwas holprig verlaufen ist, geben Sie sich Zeit. Niemand ist perfekt, und nur ein Bruchteil der Absolventen findet auf Anhieb den Job fürs Leben – es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen!

Geben Sie sich Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen und Sie werden schnell merken: Kommt Zeit, kommt Rat.

Autor: Björn Thomsen betreut bei Jobware als PR-/Marketing-Manager die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Erstellung von Studien zu den Leitthemen Job und Karriere. Jobware ist der Qualitätsführer unter den Stellenmärkten.

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