Inside the company: Schindler
Hoch hinaus

Von Eva Fiene am 01.02.2018 - 10:53 Uhr

Foto: Schindler
Interview Schindler: Gläserne Aufzüge in großem Treppenhaus

Aufzüge bringen uns von einer Etage zur anderen? Vernetzte Lifte können noch viel mehr. Die Schweizerin Laetitia Henriot leitet bei Schindler, einem der weltweit führenden Anbieter von Aufzügen und Fahrtreppen, den Digital Innovation Hub. Mit ihrem Team entwickelt sie zukunftsweisende Lösungen und Services.

Beschreiben Sie uns kurz die Aufgaben und Themen des Schindler Digital Innovation Hubs.

Die Digitalisierung ist natürlich auch in unserem Business auf dem Vormarsch, deshalb haben wir den Hub im Juni 2016 gegründet. Unser Ziel ist es, digitale Services für unsere Aufzüge und Fahrtreppen zu entwickeln und Innovationen voranzutreiben. Hier spielt für uns vor allem das Thema Internet of Things eine große Rolle, denn durch die Vernetzung und Internetfähigkeit unserer Produkte werden wir unseren Kunden immer smartere und effektivere Lösungen anbieten können.

Auf der anderen Seite arbeiten wir auch intern daran, unsere Prozesse zu optimieren und so die Zusammenarbeit bei Schindler weiter zu verbessern und agiler zu machen.

Können Sie uns etwas über konkrete Projekte erzählen?

Wir befassen uns aktuell mit zwei sehr wichtigen Themen, sowohl extern als auch intern:

Als erstes wichtiges Projekt möchte ich Schindler Ahead nennen: Das ist eine digitale Plattform, über die Kunden, Fahrgäste, Anlagen und Servicemitarbeiter miteinander verbunden werden.

2017 konnten wir bereits Aufzüge mit den ersten Produkten aus diesem Projekt ausstatten, die unsere Aufzüge gewissermaßen zu intelligenten Maschinen machen sollen. Ein Beispiel dazu: Ein Fahrstuhl besteht aus tausenden Einzelteilen, ist also ein sehr komplexes Konstrukt. Tritt ein Defekt auf, weiß der Servicemitarbeiter vielleicht nicht direkt, welches Teil ersetzt werden muss, hat es unter Umständen gar nicht und muss es bestellen. Kommuniziert aber der Lift bereits vorher über anfallende Reparaturen und überwacht sich selbst, können Störungen viel schneller erkannt, Ausfallzeiten reduziert oder sogar im Voraus verhindert werden.

In den vergangenen Monaten haben wir außerdem zusammen mit den Kollegen aus den Abteilungen Marketing und Unternehmenskommunikation an der Migration unserer IBM Lotus Notes Umgebung auf Microsoft Sharepoint gearbeitet.

Dabei ist bei diesem weltweiten Projekt nicht nur die Anpassung unserer Applikationen und Systeme eine große Herausforderung. Auch die Art und Weise, wie wir zusammen arbeiten und miteinander kommunizieren wollen, wird sich dadurch ändern: Wir möchten zukünftig agiler arbeiten und das Wissen unserer Experten weltweit miteinander verknüpfen. Bei diesem Projekt haben wir die ersten großen Meilensteine geschafft, das Thema wird uns aber noch weiterhin beschäftigen.

Welche Aspekte an Ihrer Arbeit gefallen Ihnen besonders?

Ich finde es ganz spannend, für den Aufbau eines ganz neuen Teams verantwortlich zu sein, meine Mitarbeiter weiterzuentwickeln und zu motivieren. Andererseits arbeite ich mit an extrem innovativen Produkten, kann meine Ideen einbringen und somit unsere Vision für die Zukunft beeinflussen.

Wie würden Sie die Unternehmenskultur bei Schindler beschreiben?

Laetitia Henriot arbeitet seit 7 Jahren bei Schindler.

Schindler gibt es bereits seit mehr als 150 Jahren, und wir sind nach wie vor ein Familienunternehmen mit traditionellen Werten. Ich bekomme hier das Gefühl vermittelt, dass ich zu Schindler gehöre, dass ich willkommen bin – man ist ein Teil der Familie. Wir sind zudem ein sehr zukunftsorientiertes Unternehmen und investieren verstärkt in die Entwicklung von digitalen Lösungen. Deshalb haben wir auch den Digital Innovation Hub gegründet.

Man kann sich bei Schindler auch auf die Sicherheit und Stabilität eines Familienunternehmens verlassen und auf der anderen Seite an hochinnovativen Projekten arbeiten.

Warum ist Schindler ein interessanter Arbeitgeber?

Es gibt bei uns extrem viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Ich habe beispielsweise am Schindler Career Development Program (SCDP) teilgenommen, das ist ein Entwicklungsprogramm für unseren Führungsnachwuchs. Ich durfte in dieser Zeit nicht nur die IT kennenlernen, sondern auch jeweils zwei Jahre den Verkauf und die Finanzabteilung und habe so einen sehr intensiven Einblick in unser Unternehmen bekommen. Außerdem habe ich in den rund sechs Jahren, die das Programm läuft, diverse Trainings absolviert und wurde von einem Mentor auf meinem Weg begleitet.

Wie unterstützt Schindler beim Thema Vereinbarkeit und Work-Life-Balance? Sie kommen ja gerade aus der Elternzeit zurück.

Das stimmt. Meine Tochter ist jetzt 4,5 Monate alt, nach dem Mutterschutz habe ich zwei Monate 50 Prozent gearbeitet, ab Februar bin ich wieder Vollzeit im Einsatz. Mein Chef hat mich hierbei sehr unterstützt und diese Lösung für mich möglich gemacht. Jeder hat ja andere Wünsche und Bedürfnisse, wie er oder sie beispielsweise die Elternzeit gestalten will. Um einen passenden Weg für jeden zu finden, braucht es Flexibilität und eine offene Kommunikation – ich finde, das trifft auf Schindler zu.

Wir haben natürlich auch flexible Arbeitszeiten und ermöglichen Homeoffice, d. h. unsere Mitarbeiter können auswählen, wo und wie sie arbeiten möchten, die Abstimmung mit dem Vorgesetzten vorausgesetzt.

Schindler nimmt am Women in Technology Career Event teil, sie suchen für den Hub hier neue Kolleginnen. Welche Bewerber-Profile sind für Sie interessant?

Wir arbeiten wie gesagt an sehr vielen unterschiedlichen Projekten, und natürlich brauchen wir Mitarbeiter, die sich mit aktuellen Technologien wie Sharepoint oder Trends wie Internet of Things auskennen.

Für mich ist aber viel wichtiger, dass jemand unternehmerisch denkt und handelt, dass der- oder diejenige den Willen zur Weiterentwicklung für sich selbst und des Unternehmens mitbringt. Man muss neugierig sein und bleiben. Leute, die offen und flexibel sind, die auch die Initiative ergreifen, sind bei uns sehr willkommen.

In unserem Team ist eben noch nicht alles fertig ausgestaltet, wir müssen uns noch viel erarbeiten. Das ist manchmal sicherlich eine Herausforderung, aber das macht unsere Arbeit so spannend: Wir haben viel Raum für Gestaltung und können wirklich etwas bewegen.

Sind Sie neugierig auf Schindler geworden?

Dann lernen Sie das Unternehmen und neun weitere Top-Arbeitgeber auf dem Women in Technology Career Event am 2. März in Frankfurt a. M. kennen. Führen Sie vor Ort konkrete Vorstellungsgespräche, erfahren Sie mehr über die Werte und Kultur der Unternehmen und finden Sie heraus, welcher Arbeitgeber zu Ihnen persönlich passt. Bewerben Sie sich jetzt noch bis zum 11. Februar!

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