Inside the company: BMW
"Ich bin stolz darauf hier zu arbeiten"

Von Eva Fiene am 31.01.2018 - 10:58 Uhr

Foto: depositphotos.com / Teerapun
Interview BMW: Autofelge mit BMW-Logo

Innovationsfreude, Zukunftsorientierung und zahlreiche berufliche Möglichkeiten – Stichworte, die viele mit BMW verbinden. Zu Recht, meint auch Julia Schartel, die beim Münchner Konzern im Bereich Group IT - Enabling Processes das Team "Talent Management" leitet. Im Interview berichtet sie u. a. von ihrem Weg bei BMW.

Frau Schartel, bitte beschreiben Sie uns kurz, an welchen Themen Sie und Ihr Team arbeiten.

Wir betreuen IT-seitig die Talent Management Systeme der BMW Group weltweit, die die Kollegen beispielsweise für das Recruiting, das Onboarding, Personalentwicklung oder Training einsetzen. Zu unseren Aufgaben gehört aber neben dem Betrieb vor allem die Weiterentwicklung der Systemlandschaft und Erhaltung der Zukunftsfähigkeit der Systeme in enger Zusammenarbeit mit Human Resources und diversen Business Partnern.

Ein anstehendes Projekt ist beispielsweise die Digitalisierung unserer Auswahltage. BMW veranstaltet viele verschiedene Recruiting-Events, wie z. B. für Azubis, Studierende oder Berufserfahrene. Bislang drucken wir die Unterlagen aller Bewerber aus, der Beurteilungsbogen muss zudem per Hand ausgefüllt werden. Dabei werden natürlich nicht nur Unmengen an Papier produziert, auch die Auswertung der Bögen ist sehr umständlich und zeitaufwändig. Die Kollegen kamen nun auf uns mit dem folgenden Wunsch zu: Warum bilden wir nicht alles auf dem iPad ab und vereinfachen so den Prozess?

Was sind fachliche Herausforderungen, die auf Sie und Ihr Team zukommen?

Natürlich hat die Digitalisierung große Auswirkungen auf unsere Arbeit, das Thema Cloud beschäftigt uns beispielsweise gerade sehr. Wir verabschieden uns immer mehr davon, dass wirklich Server in unserem Rechenzentrum stehen, und wollen zukünftig vermehrt auch auf Cloud-Technologien setzen.

Gerade im HR-Umfeld gilt es, spezielle Anforderungen in die Überlegungen mit einzubeziehen: Einerseits müssen die personenbezogenen Daten absolut sicher sein. Andererseits wollen wir neue Technologien einsetzen, um auch ältere Systeme abzulösen und benutzerfreundlichere Anwendungen anzubieten. Beiden Seiten gerecht zu werden, das ist gerade eine spannende und fordernde Aufgabe.

Ein weiteres Thema ist sicherlich, dass sich die Art und Weise der Zusammenarbeit verändert. Bisher agieren wir ganz klassisch nach dem Wasserfall-Modell, bei Projekten gibt es klare Phasen, die abgearbeitet werden. Bei BMW haben wir uns bereits vor geraumer Zeit für ein neues Arbeitsmodell entschieden und unsere Organisation vergangenes Jahr darauf ausgelegt: 100 Prozent Agile, d. h. das Projektmanagement wird deutlich flexibler und wir können sehr schnell Ergebnisse sichtbar machen. So eine Arbeitsweise muss aber erst einmal gelernt werden. Das ist eine große Herausforderung, die uns derzeit tagtäglich beschäftigt.

Sie haben u. a. Personalentwicklung studiert, sind bei BMW 2011 als Recruiterin gestartet und leiten nun eine IT-Abteilung. Wie hat Sie BMW in Ihrer Weiterentwicklung unterstützt?

Neben einem sehr breiten Trainingsangebot, auf das ich zurückgreifen konnte, hatte ich immer einen Mentor oder einen Kollegen aus dem Bereich an meiner Seite. Natürlich wird viel Eigeninitiative erwartet, und ich musste mich oft in neue Themen reindenken. Aber ich finde, das macht die ganze Sache erst richtig spannend. Ich lerne hier einfach nie aus. Das ist auch das Schöne, dass ich bei BMW über den Tellerrand hinausblicken und mich in ganz andere Themenbereiche weiterentwickeln kann.

Zum anderen hat mich mein Team auch immer unterstützt. Ich kann mich auf meine Mitarbeiter verlassen, dass sie letztendlich die Experten sind, die dann für ihr Thema die richtige Entscheidung vorbereiten und auch treffen. Das funktioniert wirklich gut.

BMW nimmt am Women in Technology Career Event teil. Warum ist BMW ein interessanter Arbeitgeber speziell für Frauen?

Gerade die Teilzeit-Modelle, die wir unseren Mitarbeitern anbieten, sind attraktiv. Es wird viel dafür getan, dass die Kolleginnen und Kollegen Familie und Job gut miteinander vereinbaren können. Da ist BMW meiner Meinung nach Vorreiter.

Schön finde ich außerdem, dass man heutzutage nicht mehr die einzige Frau in der IT ist. Klar, die meisten BMW-Teams bestehen noch überwiegend aus Männern, aber immer mehr gute Frauen sind bei uns auch in der IT unterwegs, und man ist absolut gleichgestellt.

Warum arbeiten Sie gerne bei BMW?

Natürlich gefällt mir die Marke, und man sollte schon eine gewisse Affinität zu schönen Autos haben. BMW steht aber auch für eine gewisse Unternehmenskultur: ein sehr sicherer Arbeitgeber mit guten Sozialleistungen, eine faire Bezahlung, gute Weiterentwicklungsmöglichkeiten, attraktive Standorte – und einfach eine großes Spektrum an Möglichkeiten. Wir arbeiten sehr transparent, wir legen Wert auf Offenheit und hier wird Leistung wertgeschätzt. Ich bin wirklich stolz darauf bei BMW zu arbeiten.

Welche Eigenschaften sind wichtig, um bei BMW einen guten Job zu machen?

Mut und Selbstbewusstsein, Verantwortungsbewusstsein, aber auch Teamgeist. Ohne Teamfähigkeit wird man bei BMW sehr schnell an seine Grenzen stoßen, ein gutes Netzwerk ist das A und O. Mein Tipp: Offen für Neues sein und Eigeninitiative zeigen.

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