Gehaltsreport 2016
Autos, Chemie und Internet versprechen volle Lohntüten

Von Björn Thomsen am 22.02.2016 - 18:51 Uhr

Foto: depositphotos.com/SergeyNivens
Mann jagt dem Geld hinterher

Sie möchten irgendetwas mit Technik oder Forschung machen, da in diesen Bereichen die Löhne allesamt hoch sind? Verschätzen Sie sich nicht. Der große B2B-Gehaltsreport von Vogel Business Media und Jobware zeigt, dass selbst in benachbarten Branchen sehr unterschiedliche Gehaltsniveaus herrschen.

Top-Branche

  1. Internet-/Cloud-Service-Provider: Die US-Spähaffäre hat deutschen Dienstleistern neuen Auftrieb gegeben. Als Internet-/Cloud-Service-Provider stellen sie IT-Ressourcen über das Internet – also in der Cloud –  bedarfsgerecht zur Verfügung. Und das mit hiesigem Datenschutz. Ihre Angestellten kommen auf ein durchschnittliches Gehalt von 75.435 Euro (exklusive Zusatzleistungen). Damit belegt diese Branche Platz 1 im Gehaltsreport.
  2. Chemische/Pharmazeutische Industrie: Diese Branche hat in Deutschland eine lange Tradition und setzt pro Jahr mehrere Milliarden Euro um. Diesen Erfolg geben die Unternehmen an ihre Angestellten weiter. 74.660  Euro beträgt die durchschnittliche Brutto-Vergütung.
  3. Automobil- und Zulieferindustrie: Dieser Wirtschaftszweig beschäftigt allein in Deutschland rund 900.000 Menschen. Deutsche Autos und Zulieferbetriebe sind weltweit bekannt. Mit 72.076 Euro verdienen die Angestellten sehr gut.

Flop-Branche

  1. IT-Distributoren/Großhändler: Obwohl eng mit anderen IT-Dienstleistern verbandelt, fallen die Gehälter – wohl auch aufgrund der kleinen Margen – hier besonders schwach aus. Mit einem mittleren Gehalt von 47.826 Euro müssen sich Mitarbeiter begnügen. Damit belegt diese Branche den letzten Platz im Gehaltsvergleich.
  2. Hochschulen und Universitäten: Mehr als 2 Millionen Studierende stellen an Hochschulen die Weichen für Ihren Berufs- und Lebensweg. Die personelle Betreuung ist kostspielig und drückt die Gehälter der Angestellten: 48.985 Euro werden im Schnitt gezahlt.
  3. Gesundheitswesen: Die Ausgaben im Gesundheitswesen steigen kontinuierlich. Gespart wird meist an den Mitarbeitern, die im Schnitt mit 49.261 Euro im Kalenderjahr verdienen.
Gehaltsunterschiede
 

Nicht nur die Branche entscheidet über die Größe der Lohntüte. Auch von Bundesland zu Bundesland sind die Verdienstchancen sehr unterschiedlich verteilt.

Autor: Björn Thomsen betreut bei Jobware.de, Ihrem Stellenmarkt im Internet, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Erstellung von Studien und Artikeln zu den Leitthemen Job und Karriere. Jobware ist seit 1996 der Stellenmarkt für Fach- und Führungskräfte.

Tags zum Artikel:Gehalt
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Experten-Interview
Fit für die Finanzwelt

Bankentürme

Der Berufseinstieg bei Banken, Versicherungen oder Wirtschaftsprüfungen ist für viele Studierende attraktiv. Doch worauf muss man bei der Bewerbung achten? Wir haben mit Sebastian Jesussek, Senior Research Consultant bei von Rundstedt, u.a. über Karrierechancen und gefragte Bewerberprofile gesprochen. mehr...

Messen, Kongresse & Co.
Was bringen Karriereveranstaltungen für Frauen?

Viele Frauen tümmeln sich auf einer Messe

Was vor 10 Jahren noch keiner kannte, wird heute von der Berufseinsteigerin bis hin zur weiblichen Führungskraft dankend angenommen: Karriereveranstaltungen für Frauen. Welche gibt es in Deutschland? Was bringt der Besuch und wie bereiten Sie sich vor? Außerdem: Wir verlosen 3 Tickets für den WoMenPower Karrierekongress! mehr...

Erfahrungen Sneak Preview@Bosch 2015
Entwickeln für das Auto der Zukunft

Mann malt Auto an einen Scheibe

Was leisten Fahrerassistenzsysteme in modernen Pkws? Was die unterschiedlichen Sensoren heute schon alles können, zeigte Bosch im Oktober 2015 auf der Sneak Preview. Mit dabei war auch Marco Danco. Er bekam am Ende des Events direkt ein Jobangebot und arbeitet nun bei Bosch in Stuttgart-Leonberg. mehr...