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MBA-Studium
So vermeiden Sie die häufigsten Fehler bei der MBA-Bewerbung

Von Eva Fiene am 06.04.2017 - 10:01 Uhr

Foto: depositphotos.com / denisismagilov
MBA-Bewerbung Fehler: Tafel mit der Aufschrift "MBA", davor steht eine bunte Büchertreppe.

Lücken im Lebenslauf, ein unstrukturiertes Essay, Rechtschreibfehler: Bei vielen MBA-Bewerbungen hakt es an den gleichen Stellen. Wenn Sie die folgenden Fauxpas vermeiden, sind Sie auf dem Weg zum beliebten Management-Studium ein gutes Stück weiter.

1. Sie planen zu wenig Zeit ein

Die Geschichte vom Freund eines Freundes, der in nur 48 Stunden seine MBA-Bewerbung fertig hatte, gehört sicherlich ins Reich der Mythen. Es ist für den Erfolg Ihrer Bewerbung sehr wichtig, dass Sie genügend Vorbereitungszeit einplanen. Rechtschreibfehler, ein falscher Ansprechpartner oder ein nicht durchdachtes Essay zeigen der Business School sofort, dass Sie unter Zeitdruck gearbeitet haben. Man wird sich fragen, ob Sie den MBA wirklich machen wollen, wenn Ihre Unterlagen nicht einwandfrei sind.

Fangen Sie deshalb mindestens drei, wenn nicht sogar sechs Monate vor den Bewerbungsschlüssen an. Ein Zeitplan und Deadlines unterstützen Sie dabei, den Überblick zu behalten. Zeitpuffer helfen Ihnen außerdem, einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn es beispielsweise mit dem Schreiben des Essays gerade mal nicht so gut läuft.

Ein vernünftiger Zeitrahmen ermöglicht es Ihnen auch, gründlich über die Business Schools zu recherchieren, bei denen Sie sich bewerben möchten: Worauf wird hier Wert gelegt? Welche Unterlagen müssen eingereicht werden? Ein Besuch der Hochschule und einer Infoveranstaltung, sowie Gespräche mit Studierenden oder Alumni lohnen sich auf jeden Fall.

2. Sie glauben, ein überdurchschnittliches GMAT-Ergebnis sei Ihre Eintrittskarte

Die meisten Business Schools nutzen den Graduate Management Admission Test (GMAT), um Bewerber mit unterschiedlichen Lebensläufen und Hintergründen überhaupt vergleichen zu können. Der GMAT ist ein sehr wichtiger Teil der MBA-Bewerbung – jedoch nicht der alles entscheidende. Denn ein hoher Punktwert ist keine Garantie auf einen Studienplatz, vielmehr kommt es den Hochschulen auf das Gesamtprofil des Bewerbers an.

Wenn Sie also gerade das Punkte-Minimum erreicht haben – die WHU oder die Mannheim Business School beispielsweise erwarten mindestens 600 Punkte von ihren MBA-Bewerbern – sollte der Rest Ihrer Bewerbung umso überzeugender und vor allem absolut fehlerfrei sein. So machen Sie ihr eher durchschnittliches GMAT-Ergebnis wieder wett.

3. Ihr Essay ist nicht durchdacht

Mit einem strukturierten und aussagekräftigen Essay können Sie sich als geeigneten Kandidaten bei Ihren favorisierten Business Schools positionieren.

Begehen Sie nicht den Fehler, dasselbe Schreiben an mehrere Hochschulen zu schicken. Im besten Fall ignorieren Sie mit so einem Massen-Essay z. B. nur Zeichenvorgaben. Im schlimmsten Fall loben Sie aber die EBS Universität für Wirtschaft und Recht für ihre hervorragende Studierendenbetreuung, obwohl Sie sich gerade in St. Gallen bewerben … Jede Business School hat andere Anforderungen an Länge, Inhalte oder Aufbau des Essays. Hier kommt Ihre Recherche zu Beginn ins Spiel: Haben Sie sich im Vorfeld gründlich über die Schulen und deren Programme informiert, können Sie das Wissen auch in Ihr Essay einfließen lassen.

Viele MBA-Bewerber wiederholen im Essay nur die beruflichen Stationen aus ihrem Lebenslauf und listen lediglich ihre fachlichen Kenntnisse auf. Denken Sie außerdem daran, dass die Zulassungsstelle sich im Zweifelsfall nicht mit Ihrer Branche auskennt, vermeiden Sie deshalb zuviele Fachwörter und Insider-Sprache.

Geben Sie mit dem Essay vielmehr einen Einblick in Ihre Persönlichkeit. Erzählen Sie beispielsweise etwas darüber, was Ihre Motivation für den Beginn eines MBA-Studiums ist und was Sie glauben, mit dem Master langfristig erreichen zu können. Wenn Sie sich bei einer US-Schule bewerben, liegt beim Essay der Fokus ganz stark auf Ihrer Person: Wie wurden Sie zu dem Menschen, der Sie heute sind? Was treibt Sie an, was sind Ihre Werte und Ihre Leidenschaften? Anders als bei einer Bewerbung an einer europäischen Hochschule kann der Schreibstil hier sicherlich lockerer und unterhaltsamer sein.

Zu guter Letzt: Lassen Sie Ihr Essay unbedingt von unterschiedlichen Personen gegenlesen – so vermeiden Sie Rechtschreib- und Zeichenfehler, die Ihnen gar nicht mehr auffallen.

4. Sie wählen den falschen Referenzschreiber

Sie konnten den CEO Ihres Unternehmens dafür gewinnen, Ihnen etwas zu schreiben? Glückwunsch, aber kann er oder sie überhaupt Ihre Kompetenzen beurteilen?

Viele MBA-Anwärter machen den Fehler, den Autor oder die Autorin des Empfehlungsschreibens aufgrund seines oder ihres Titels auszuwählen, weil sie meinen, dies beeindrucke die Business Schools. Der Verfasser sollte jedoch wirklich Ihren Charakter und Ihre Leistungen kennen und eine aussagekräftige sowie fundierte Beurteilung abgeben können. Vermutlich ist Ihr Teamleiter oder Ihre Teamleiterin die viel bessere Wahl!

Bewerben Sie sich an einer amerikanischen Schule, ist der Stil des Referenzschreibens anders als in Europa: US-Business Schools mögen eher enthusiastische und vielleicht für unseren Geschmack übertriebene Empfehlungen, ähnliche wie beim Essay ist der Sprachstil eher blumig. Es lohnt sich, Ihrem Empfehler ein Textbeispiel oder einen –vorschlag zu geben, damit er oder sie sich daran orientieren kann.

Geben Sie Ihrem Referenzgeber genügend Zeit, das Schreiben aufzusetzen. Sprechen Sie mit ihm oder ihr darüber, welche Inhalte Ihnen wichtig sind und planen Sie genügend Puffer für eventuelle Korrekturen ein.

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