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Jobinterview
Wie Sie kritische Momente meistern

Von Björn Thomsen am 07.09.2016 - 13:27 Uhr

Foto: depositphotos.com / gpointstudio
Kritische Fragen Jobinterview: Erstaunte Frau neben Fragezeichen

Sie haben die ersehnte Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten und sitzen nun dem Personaler gegenüber. Bisher haben Sie sich gut geschlagen, doch jetzt kommen die Killer-Fragen – über das abgebrochene Studium, das miserable Arbeitszeugnis oder die schlechten Noten. So reagieren Sie auf unangenehme Fragen.

Bleiben Sie bei vermeintlichen Angriffen gelassen. Mit kritischen Einwänden prüfen Personaler, wie Sie mit unbequemen Situationen umgehen, an Ihren Schwächen arbeiten und in Stresssituationen reagieren. Denken Sie immer daran: Wären Sie ungeeignet, hätte man Sie nicht eingeladen. Man ist also trotz Schwächen an Ihnen interessiert. Geben Sie sich selbstsicher!

  • Gerne werden schlechte Noten hinterfragt. Sie können argumentieren, dass Sie mehr Interesse an praktischen Tätigkeiten haben als am Auswendiglernen oder dass die schlechten Noten an fehlender mündlicher Beteiligung gelegen haben. Schieben Sie die Schuld nicht auf Lehrer oder Dozenten, denn dies fällt auf Sie zurück.
  • Falls Sie auf mangelnde (Berufs-)Erfahrung angesprochen werden, vermeiden Sie eine Rechtfertigung, sondern erläutern Sie, dass Sie lernfähig und sehr ehrgeizig sind sich neues Wissen anzueignen. Außerdem können Sie weitere Fähigkeiten oder Kenntnisse nennen, die diese fehlende Erfahrung kompensieren. Auch die Erwähnung eines privaten Interesses, das Ihnen auf andere Weise erste Einblicke in das Gebiet verschafft hat (Beispiel: "Ich habe zwar noch nicht als Webdesignerin gearbeitet, habe aber einige Seiten in meinem Freundeskreis erstellt."), kann nützlich sein.
  • Stellt man Ihnen die Frage, wieso Sie Ihr Studium oder die zurückliegende Beschäftigung abgebrochen haben, könnten Sie anführen, dass Sie sich beruflich neu orientiert oder einen Ortswechsel bevorzugt haben. Falls Sie mehrere Anläufe benötigt haben, um herauszufinden, was Sie wirklich wollen, dann geben Sie auch dies offen zu, denn dabei handelt es sich nicht um eine Schwäche, sondern es zeigt, dass Sie ehrgeizig sind. Achtung: Sie sollten in jedem Fall vermeiden, schlecht über Ihren früheren Arbeitgeber zu reden und diesem die alleinige Schuld zuzuschieben. Begründen Sie die Situation stattdessen so objektiv wie möglich.
  • Schwierig zu erklären sind schlechte Arbeitszeugnisse. Bleiben Sie sachlich. Dass beispielsweise "die Chemie" zwischen Ihnen und Ihrem Vorgesetzten nicht gestimmt hat oder dass der Bereich, in dem Sie eingesetzt wurden, nicht Ihre persönlichen Stärken gefördert hat, ist ein besserer Erklärungsansatz als eine platte Schuldzuweisung.

Versetzen Sie sich in die Rolle des Personalers: Kennzeichnen Sie kritische Stellen in Ihrem Lebenslauf mit einem Ausrufezeichen. Wechseln Sie wieder die Perspektive und überlegen Sie sich, mit welchen Argumenten Sie Einwände entkräften wollen. Dass Sie vorab Ihren Lebenslauf auf Höchstform tunen sollten, versteht sich von selbst. Und vergessen Sie im Gespräch nicht: Eine Schwäche kann immer positiv verpackt werden.

Autor: Björn Thomsen betreut bei Jobware.de, Ihrem Stellenmarkt im Internet, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Erstellung von Studien und Artikeln zu den Leitthemen Job und Karriere. Jobware ist seit 1996 der Stellenmarkt für Fach- und Führungskräfte.

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