Arbeitsmarkt-ZwischenbilanzDeutschland fehlt Fachpersonal: Arbeitssuchende, zeigt euch!
Die Zahl der Erwerbstätigen ist mit 41, 3 Millionen so hoch wie nie seit der Wiedervereinigung. Die Konjunktur trägt den Arbeitsmarkt, doch es fehlt an Facharbeitskräften. So heißt es in einer Analyse der Arbeitsmarktzahlen von November 2011, veröffentlicht vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).
Das BMAS schreibt in der Publikation"Ganze Arbeit in zwei Jahren - Eine Zwischenbilanz", dass deutsche Produkte trotz der Krise weltweit gefragt seien und kein Umschwung in Sicht sei. "Der Durst nach Arbeitskräften ist ungestillt", stellt auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen fest. Und doch schafften es die Betriebe nicht, genug Personal einzustellen. Dies könne laut von der Leyen, den Konjunkturmotor zum Stottern bringen.
Konjunktur und Arbeitsangebot - Zufriedenstellende Zahlen
Deutschland hat die Folgen der Wirtschafts-und Finanzkrise 2009 weitgehend überwunden. Allein im letzten Jahr seien 670 000 neue sozialversicherungspflichtige Jobs entstanden. Bis 2020 solle sich die Quote der Erwerbstätigen in Deutschland sogar noch insgesamt von 74,9 Prozent (2010) auf 77 Prozent erhöhen.
Die Arbeitslosenzahl sei mit 2,7 Millionen im Oktober 2011 die niedrigste Zahl seit 1991. Auch gebe es nur noch halb so viele Arbeitslose unter 25 Jahren. Das BMAS geht sogar davon aus, dass die Arbeitslosigkeit 2012 im Jahresdurchschnitt unter die Grenze von drei Millionen gehen wird.
Für Arbeitssuchende - Inmitten der Schwierigkeit liegt die Möglichkeit
Der demographische Wandel sei einer der Gründe, warum Arbeitsplätze und Lehrstellen unbesetzt blieben. Die Zahl der offenen Stellen liege konstant bei ca. einer Millionen. "Selten war der Arbeitsmarkt so aufnahmefähig wie heute", heißt es in der Publikation des BMAS.
Um diesen Fachkräftemangel auszugleichen sei es nun notwendig, auf verschiedenen Wegen neue Arbeitnehmer anzuwerben. Man wolle nicht nur im Ausland suchen, sondern unter anderem durch Initiativen wie z. B. "Fachkräfte für die Region". Gemeinsam mit dem BMAS und regionalen Akteuren versucht hier das gleichnamige Büro Lösungsansätze für die Fachkräftesicherung in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands zu finden.
Auch ginge es darum Arbeitsplätze schneller zu vermitteln. Jobcenter sollen ab dem kommenden Jahr besser strukturiert sein. Man werde sie auch von örtlichen Beiräten mit Experten des lokalen Arbeitsmarktes, sowie Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt unterstützen lassen.
Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
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