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Große Börsen bevorzugt

Online-Jobbörsen sind beliebt - ihre Qualität müssen sie verbessern.

Wer eine neue Anstellung sucht, hat die Qual der Wahl: Weit mehr als 1000 deutsche Jobbörsen stehen im Internet zur Verfügung und listen die Anzeigen potenzieller Arbeitgeber auf. Doch nur wenige werden von den Nutzern bevorzugt. Das zeigt eine Umfrage der E-Recruiting-Firmen Crosswater und Profilo unter mehr als 4.000 Usern.

Die beliebtesten Angebote sind demnach Jobware, Kalaydo, Fazjob.net, Stepstone und Jobpilot - sie liegen bei der Frage nach der Kundenzufriedenheit dicht beieinander. Die Konkurrenten Monster, Jobscout24 und Experteer dagegen wurden deutlich schlechter bewertet. Trotzdem lohne es sich, auch dort zu suchen, sagt Carsten Steinert, der Leiter der Studie. "Personaler bringen ihre Angebote in den Börsen mit dem größten Bekanntheitsgrad unter", so der BWL-Professor der Fachhochschule Osnabrück. Entscheidend sei allerdings die Trefferqualität, und an der müssten die Börsen noch arbeiten. "Wer nach einem Job als Personaleiter sucht und nur Angebote für ein Praktikum bekommt, ist fehl am Platz."

Die Befragten bewerteten die Trefferquote kritischer als die generelle Zufriedenheit mit dem jeweiligen Angebot. Ein weiteres Ergebnis: Nicht jede Jobbörse ist für jeden Beruf geeignet. Bewerber sollten darauf achten, dass die Suchmaschine ihre Branche als Zielgruppe habe. Wer spezifischer finden möchte, sucht in Nischenbörsen: Ingenieure unter ingenieurweb.de, IT-Experten im phpforum.de. Mediziner bevorzugen laut Studie Kalaydo, Wirtschaftwissenschaftler suchen häufig über Jobware. Gut für einen Überblick, aber weitgehend unbekannt, sind Suchmaschinen, die mehrere Börsen gleichzeitig durchgehen. Die beliebtesten sind laut Umfrage Kimeta, Icjobs und Jobrapido, die Trefferquote sei laut der Nutzer hier am besten.

Wer lieber passiv als aktiv sucht, hinterlegt seinen Lebenslauf bei den Betreibern und lässt sich von Personalern finden. "Wer das macht, muss seine Daten regelmäßig aktualisieren", rät Steinert. Das gilt besonders für das Netzwerk Xing, wo viele Headhunter suchen. Das Angebot der Arbeitsagentur ist laut Umfrage vergleichsweise unbeliebt. Carsten Steinert erklärt das schlechte Abschneiden so: "Viele Firmen haben Verträge mit großen Stellenbörsen, und das Arbeitsamt ist nicht präsent." Dabei könnten sie Geld sparen: Anders als bei vielen Konkurrenten ist eine Anzeige bei der Arbeitsagentur kostenlos.

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