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Teil 5

Junger Mann, was nun noch?

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Junger Mann, was nun noch?

Felix Rimbach leitet das IT-Team von Daimler Financial Services in Singapur und hat nebenbei zwei Firmen gegründet. Mulitkulti erlebt der erst 28-jährige Berliner jeden Tag. Sein Einsatzgebiet umfasst Asien, Afrika und Australien.

Es ist Montag, der 25. Juli 2005. Felix Rimbach sitzt im Büro seines damaligen Chefs. Der baut sich vor ihm auf: "Wollen Sie nach Singapur oder nicht?" Nicht einmal drei Minuten Zeit lässt man dem frisch gebackenen Absolventen für die Entscheidung, ob er den Job bei Daimler Financial Services im rund 10000 Kilometer entfernten Inselstaat annehmen will. Sicher, er hatte mit seinem Chef schon vorher mal über den Inselstaat gesprochen, aber nur so zwischen Tür und Angel. Dass da eine Stelle frei wird, klar, das wusste Rimbach. Aber dass er die Stelle ...? Der Vertrag liegt unterschriftsreif in Asien. mehr...

Mystery Shopper

Berndt Hauptkorn soll teure Marken zusammenkaufen und einen deutschen Luxusgüterkonzern à la LVMH formen. Das ist keine leichte Aufgabe in der Krise und für einen, der nicht mit dem goldenen Löffel auf die Welt kam.

Berndt Hauptkorn hat etwas Jungenhaftes an sich. Schmal und klein wirkt er, guckt freundlich hinter seiner großen dunklen Hornbrille hervor und trägt eine ebenfalls große und dunkle Ledertasche in der Hand. Wenn er einen Raum betritt, ist er fast gar nicht zu hören, er ist ein leiser Mensch. Ein feiner, leiser Mensch mit manikürten Fingernägeln und einem gut sitzenden Samtjackett. Hauptkorn wirkt wie ein Künstler, seine Erscheinung erinnert an den jungen Yves Saint Laurent, nur seine Augen schauen keck, so als würde er etwas aushecken. Seine weißen Lackschuhe haben schwarze Applikationen mit Lochmuster - und als er in ihnen den Laden 187 Westbourne Grove in London betritt, hört man nur seine dunkle Stimme, die den Verkäufer begrüßt. Er wirkt, als würde er in den Laden hinein und durch ihn hindurch schweben. mehr...

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Söhnchen Frost

Felix Ahlers interessiert sich zwar schon als Kind für Kochrezepte und lernt auch Koch, doch plant er eigentlich nicht, den Familienbetrieb zu übernehmen. Als er sich schließlich doch dazu durchringt, ist es für Frosta fast zu spät.

Warum kochen wir in der Fabrik ganz anders als in der Familie? Diese Frage stellt Felix Ahlers sich als junger Mann, und erntet damit Kopfschütteln in der elterlichen Firma, dem Tiefkühlkonzern Frosta. Stattdessen wetteifern die Lebensmittelchemiker um die längste Haltbarkeit, das beste Aussehen und die billigste Zubereitung. Die Zutatenlisten strotzen nur so vor Zusatzstoffen und Kleingedrucktem. Als Kochlehrling und Wirtschaftsstudent geht er der Sache auf den Grund und lernt, dass es auch anders geht. "Reinheitsgebot" heißt sein Rezept - und von diesem überzeugt er auch seinen Vater Dirk. Umsetzen soll das Ganze der familienfremde Manager Thomas Braumann, der Ahlers senior inzwischen als Vorstandschef abgelöst hat. mehr...

Der Trubel-Perser

Als 14-Jähriger musste er für den Iran im ersten Golfkrieg kämpfen. Heute ist Amir Kassaei der schillerndste Werber Europas. Der ehemalige Asylbewerber mit Wiener Schmäh hat die ganze Kreativbranche umgekrempelt.

Die Revolution trägt einen karierten Anzug und braucht an diesem Abend ein wenig Anlauf, um ins Rollen zu kommen. Amir Kassaei betritt die Bühne vor etwa 1000 Gästen und macht, was er sonst selten macht: Er lobt, er schmeichelt. Es ist, als habe ein Hochdruckreiniger plötzlich auch eine Warmdusch-Funktion. Der Mann mit dem kahlgeschorenen Kopf und dem Wiener Akzent weiß: Wenn er sein Ziel erreichen will, muss er an diesem Abend vor der versammelten Elite der deutschen Kreativwirtschaft, die auf Einladung des Art Directors Club (ADC) zu dessen Jahreskongress zusammengekommen ist, bescheiden auftreten. Nicht so polternd wie sonst. Denn der 39-Jährige möchte seinen Berufsstand revolutionieren. Dafür braucht man Verbündete - und die kriegt man nicht, wenn man sie vor den Kopf stößt. Also sagt Kassaei erst mal: "Danke." mehr...






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